SP fordert Informatik-Beirat

An der Gemeinderatssitzung vom 04. April 2021 hat Vize-Stadtpräsident folgende Motion eingereicht:

Antrag: «Dem Gemeinderat ist ein konkreter Vorschlag für die Einsetzung eines Informatikbeirats nach § 59 Gemeindeordnung GO vorzulegen.»

Begründung

Der Gemeinderat kann gemäss Gemeindeordnung einen Informatikbeirat von drei bis fünf Personen wählen. 2006 wurde § 59 Abs. 5 in die Gemeindeordnung eingefügt und löste den Informatikausschuss ab:

§ 59 Abs. 5 Der Gemeinderat kann auf Vorschlag des Stadtpräsidenten oder der Stadtpräsidentin einen Informatikbeirat aus drei bis fünf Personen wählen, der in Fragen der Informationstechnologie beratende Funktion ausübt.

Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung beschleunigt. Sie fordert von uns allen ganz neue Herangehensweisen und Lösungen im beruflichen und gesellschaftlichen Miteinander. Ich denke an Home-Office, Videokonferenzen oder die Covid-App. Der Digitalisierungs-Schub zeigt sich auch in der Stadt Grenchen: Projekte wie Homepage oder E-Gemeinderat sind zurzeit in Bearbeitung. Die Informatik-Abteilung der Stadt Grenchen hat in verschiedener Hinsicht eine wichtige Vernetzungsaufgabe in der Stadtverwaltung:

  • Alle Abteilungen sind mehr oder weniger betroffen von den gewählten Informatik-Lösungen.
  • Entscheide können weitreichende Folgen haben (Investitionssumme wie auch dadurch, dass mehr oder weniger Aufwand in der Anwendung im Arbeitsalltag entsteht, und im Unterhalt).
  • Die Bevölkerung wie auch der Gemeinderat sind betroffen von gefällten Entscheiden. 

Die Digitalisierung bietet Chancen, stellt die Stadt Grenchen aber auch vor Herausforderungen. Dabei soll sie durch einen Informatikbeirat unterstützt werden. Der Beirat für Informatik soll sich um die Vertretung fachlich-beruflicher Belange der verschiedenen Interessensgruppen innerhalb der Informatik kümmern. Die heutige Informatikstelle der Stadt scheint mir fachkompetent und schlank organisiert.   Andrerseits ist sie mit drei Mitarbeitenden so klein, dass eine breitere Abstützung und zusätzliche Aussensicht unterstützen kann. Die Informatikabteilung hat gerade in Zeiten der Pandemie viel Support geleistet. Daher ist es mir wichtig hier festzuhalten: Der Antrag ist nicht als fachliche Kritik an der Informatikabteilung zu verstehen, sondern als Ausdruck des Bedürfnisses nach mehr Sicherheit in der Abstützung von Weichenstellungen. Er soll unter anderem sicherstellen, dass die Arbeit und Projekte der Informatik mit vergleichbarer Transparenz und Konsequenz wie andere Vorhaben dargestellt, geprüft, und den Behörden vorgelegt werden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ein Informatikbeirat und Forderungen nach mehr Transparenz einen gewissen Mehraufwand verursachen. Dies ist aber angesichts der Bedeutung der Informatik und im Vergleich mit anderen Abteilungen durchaus vertretbar.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.