«Nid trötzele» - in die Zukunft schauen

Die Gemeinderatswahlen 2017 in der Stadt Grenchen sind Tatsache. Als Parteipräsident und Fraktionschef der SP Grenchen übernehme ich die Verantwortung für den unerwarteten Sitzverlust der Sozialdemokratischen Partei Grenchen. Der Sitzverlust schmerzt, macht persönlich betroffen. Mit der Abwahl von Clivia Wullimann werden wir eine profilierte Frau weniger im Gemeinderat haben, die sich für Vereinbarkeit von Familie und Beruf engagiert einsetzt.

Helfen Sie mit die Zukunft mitzugestalten

Vor rund zwei Wochen haben wir gespannt die Ergebnisse der Kantonsratswahlen entgegen genommen. Es ist sehr erfreulich, dass in den nächsten vier Jahren neu sechs statt wie vorher vier Kantonsrätinnen und -Kantonsräte aus Grenchen die Anliegen unserer Stadt in den Kantonsrat einbringen können. An dieser Stelle herzlichen Dank für das mir entgegenbrachte Vertrauen! Was mir aber wirklich zu denken gibt, ist die tiefe Stimmbeteiligung in unserer Stadt. Klar, diese ist schon seit einigen Jahren jeweils tiefer als anderswo. Persönlich halte ich auch gar nichts von den «guten alten Zeiten», als noch Stimmzwang herrschte und die Menschen, die ihren Wahlzettel noch nicht abgegeben hatten, bei sich zu Hause abgeholt wurden und regelrecht an die Wahlurnen gezerrt wurden.

Und wer zahlt die Zeche?

Gar keine Diskussion: Ich bin interessiert an einer funktionierenden, prosperierenden und wettbewerbsfähigen Wirtschaft. Gerade für unsere Stadt sind attraktive Bedingungen für Industrie, Gewerbe und Handel von existenzieller Bedeutung. Ergo, und gar keine Diskussion: Es braucht dringend eine Steuerreform für Unternehmen.

Wer keine Kultur hat, braucht sie nicht; wer hat, kämpft darum

Die Gemeindeversammlung findet am Donnerstag, 15. Dezember 2016 um 19.30 Uhr im Parktheater statt. Die Grenchner Bevölkerung hat dort die Möglichkeit mitzubestimmen, wo gespart werden soll und wo nicht. So soll nach dem Willen der bürgerlichen Parteien zum Beispiel bei der Kultur gespart werden. Das Kunsthaus und das Kultur-Historische Museum sind wichtige Imageträger in unserer Stadt. Sie sind ein Rückgrat in unserem Gemeinwesen. Beide Museen arbeiten höchst erfolgreich und sind auch unter Fachleuten anerkannt.

Die Grenchner Politik will sparen

An der letzten Ratssitzung vor den Sommerferien durfte der Grenchner Gemeinderat den Finanzplan 2017 bis 2021 der Finanzverwaltung entgegen nehmen. Dieser zeigt nichts Neues auf, sondern verdeutlicht noch mehr, was sich nun schon seit drei Jahren abzeichnet; die Finanzzahlen werden tief rot. Die rund 30 Millionen Eigenkapital, die in der SP-Stadtpräsidentenzeit aufgebaut wurden, werden bis 2021 vernichtet sein. Ist es Zufall, dass die roten Zahlen zeitgleich mit der Machtübernahme der Bürgerlichen zusammen gefallen sind?

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